Frosch, Wasser & Co
www.laubfrosch-hannover.com

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Frosch, Wasser & Co: es gibt einiges zu entdecken.

Hallo und Herzlich Willkommen!
bei Frosch, Wasser und Co

Dies ist meine neue, persönlich gefärbte Internetseite zu Amphibien, Reptilien und weiteren Tiergruppen sowie dem Lebensraum Wasser (online: ab Mai 2017). Seit meiner frühesten Kindheit beschäftige ich mich mit dem faszinierenden und lebenswichtigen Element Wasser in der Landschaft – und Wasser, als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
Auf diesen Seiten werde ich neben den "schönen" Artenportraits auch Nachdenkliches und "Kritisches" zu berichten haben.

Betta smaragdina, ein Kampffisch der thailändischen und laotischen Kulturlandschaft am Mekong.

Bereits im Kindergartenalter beobachtete und fing ich Fische, Frösche, Schildkröten, Schlangen und anderes, vor allem während der Regenzeit in unserem überschwemmten Garten in Bangkok, Thailand. Wir wohnten in der Nähe der "Sukhumvit" - damals noch direkt mit den angrenzenden Kultur- und Naturlandschaften des "Menam-Schwemmdelta" (Mae Chao Phaya) über Felder, vor allem Reis- und Kohlfelder, Bewässerungskanäle etc. verbunden. So manche dieser "selbstgefangenen" Arten konnte ich erfolgreich mit Hilfe und Unterstützung "unseres" thailändischen Gärtners zeitweilig halten (ich entließ die Tiere nach einigen Tagen wieder in die Freiheit), und lernte dabei viel. Der "einfache" Mann wußte scheinbar alles über die Tiere und Pflanzen seiner Heimat. Bei den Fischen kamen dann noch einige "Zierfische" aus aller Herren Länder hinzu, gekauft auf dem Zierfischmarkt beim "Suan Chatuchak" in Bangkok - dies war in den 1960er Jahren.

Tümpel-Impression -
Ein großer Teich war zugefroren:
die Fröschlein, in der Tiefe verloren,
durften nicht ferner quaken noch springen,
versprachen sich aber im halben Traum:
Fänden sie nur da oben Raum,
wie Nachtigallen wollten sie singen.
Der Tauwind kam, das Eis verschmolz:
nun ruderten sie und landeten stolz
und saßen am Ufer weit und breit
und quakten, wie vor alter Zeit.

     Johann Wolfgang Goethe

Tümpel-Impression -
Grünlandumbruch und Verfüllung eines Kleingewässers mit Müll und Bauschutt in den 1980er Jahren bei Garbsen-Osterwald (Region Hannover, damals Landkreis Hannover).

Diese frühe Prägung und Beschäftigung behielt ich auch nach unserem Umzug nach Deutschland bei, wo es dann die "obligatorischen" Molche waren, welche in jedem Frühjahr, vor allem "um Ostern herum" gefangen und zeitweilig gehältert wurden. Auch meine Aquarienfische wollten gefüttert werden, und erhielten oft "Tümpelfutter", das heißt, sie bekamen von mir selbst gefangene Mückenlarven, Hüpferlinge, Wasserflöhe und anderes Nahrhaftes und "Gesundes". Die Fische dankten es mit einer besonderen Vitalität und Fruchtbarkeit. Unsere Tümpelexkursionen führten wir "Buben" mit dem Fahrrad durch und fuhren in die Feldflur und in die nahegelegenen Waldgebiete, zumeist ohne Begleitung eines Erwachsenen. Überall gab es etwas zu entdecken, überall gab es auch offene Wasserstellen (Viehtränken) und fischfreie Tümpel und andere Kleingewässer. Doch dies änderte sich zunehmend. Das Vieh verschwand in den Ställen, Grünländer wurden umgebrochen, Viehtränken verbuschten, Tümpel wurden zugeschüttet, Überflutungsflächen aufgefüllt und die Landschaft entwässert und weiter melioriert. Vielerorts wurden dann auch noch Fische in die einstigen Amphibienlaichgewässer eingesetzt.

Heute sind diese erlebnis- und lehrreichen Tümpeltouren in der Form in Deutschland kaum mehr möglich. Sei es durch Gesetze und entsprechende Verbote ("Tümpeln"), sei es durch fehlende Sicherheit, Werteverluste und zunehmende Verwahrlosung Einzelner und der Gesellschaft im Allgemeinen. Vor allem aber, weil es die Landschaft "nicht mehr her gibt" (verallgemeinert ausgedrückt). Es gibt aber auch Umdenkungsprozesse, und andere Entwicklungen - wer weiß, wohin diese führen?

In den letzten vier Jahrzehnten habe ich versucht, das Eine oder Andere "zum Guten" zu bewegen, als "ehrenamtliche" Privatperson, aber auch als "Kartierer, Gutachter und Planer" für diverse "staatliche Stellen". Hierbei lernte ich einige tausend Tümpel- und Kleingewässer-Biotope in den verschiedenen Landschaftsräumen Niedersachsens und Deutschlands kennen. Hinzu kommen die ungezählten "Tümpel-Erfahrungen" aus vielen Teilen Nord-, Mittel- und Südeuropas, Südost-Asiens und Australiens. Ein Erfahrungsschatz, den ich nicht missen möchte. Allerdings zähle ich mich nicht zu den "Jägern und Sammlern", die ihre Funde abhaken und dann zum nächsten Platz ziehen, um ihren "Wunschzettel" zu vervollständigen. Auch bin ich nicht "Gärtner" oder "Zoodirektor" (ich habe nichts gegen diese Berufsgruppen!), sondern Landschaftsökologe mit verschiedenen Schwerpunkten geworden, von denen ich einige hier vorstellen möchte.

Der Namensgeber - der Laubfrosch - hat nur durch Zufall bis ins 21. Jahrhundert in der Region Hannover, Niedersachsen überlebt (www.laubfrosch-hannover.com).

Zuletzt engagierte ich mich im Zusammenhang des von mir ins Leben gerufenen Kleingewässerschutzprojektes "Ein König sucht sein Reich in der Region Hannover". Neben den praktischen maßnahmenorientierten Inhalten, erstellte ich ehrenamtlich die umfangreiche Webpräsenz "www.laubfrosch-hannover.de" für den NABU Regionalverband Hannover. Diese Internetpräsenz wollte und sollte aufklären und informieren. Dies tat sie auch, wie ich anhand der vielen Glückwünsche, Kontaktaufnahmen, Fragen, etc. immer wieder erfahren durfte und auch noch erfahre.

Mittlerweile wohne ich in Skandinavien und kann die weitere Entwicklung nur noch aus der Ferne, und nur noch lückenhaft, aufgrund fehlenden Informationsflusses aus Deutschland, verfolgen. Leider ist aus dem "Kleingewässer-Schutz- und Entwicklungs-Projekt" stellenweise scheinbar ein "Zooprojekt" und eine "Spielwiese" (zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse?) geworden, d.h. die ohnehin geringen Ressourcen werden unter anderem mit sehr fragwürdigen "sogenannten" (Wieder-)Ansiedlungen (eigentlich willkürliche Aussetzungen) blockiert und aufgebraucht. Der ursprüngliche Ansatz, das Wasser in der Landschaft zu halten, und den notwendigen Kleingewässerverbund (für viele, viele Arten) wieder herzustellen, scheint zu zeit-  und arbeitsintensiv zu sein (für die ehrenamtlich Tätigen, aber wohl auch für die vom Staat beauftragten Behörden; also den Angestellten der deutschen Bürger; diese Behörden und Ämter leiden nach wie vor unter "Personalmangel" in ihren "Teams" - trotz der hohen Arbeitslosigkeit und fehlenden Vollbeschäftigung in Deutschland) ... .
Auch kann man sich damit (konflikt- und arbeitsreiche Wiederherstellung eines Kleingewässerverbundes) nicht auf die Schulter klopfen. Jeder möchte eben gern einen eigenen Laubfrosch in seinem Vorgarten haben und sagen können: "Den habe ich dort angesiedelt".

Ich mag mich irren, aber zumeist habe/hatte ich recht, wie die Erfahrungen gezeigt haben.

Wo ist der Biotopverbund? Seinerzeit von mir gezeichnete Karikatur zum neuen Bundesnaturschutzgesetz Anfang des 21. Jahrhunderts.

Ein Hauptbestandteil dieser Seiten ist die Vorstellung verschiedener Tierarten und Artengruppen, die mehr oder weniger auf den Lebensraum Kleingewässer, Sumpf, temporäre Wasserstellen, überschwemmte und wechselfeuchte Wiesen sowie Pfützen und dergleichen angewiesen sind. Hierbei, und insbesondere, ist ein funktionierender (wiederherzustellender) Biotopverbund eine wichtige Voraussetzung zum Überleben der einzelnen Taxa, beziehungsweise sollte das Ziel aller "amtlichen" und ehrenamtlichen Biotop-Management-Maßnahmen sein. Zum Teil werden auch Arten der trockenen Lebensräume mit vorgestellt. Dies hängt mit unterschiedlichen Lebensräumen im Jahresverlauf sowie mit der typischen Abfolge nasser bis trockener Bereiche in Auen- und auenähnlichen Lebensräumen zusammen.

Viel Spass beim Lesen, Schnüffeln und Ansehen. "Nur was man kennt, kann man schützen" (scheinbar abgedroschenes Zitat, das ich aber gerne anbringe, denn: es stimmt doch - und zunehmend geht das Wissen um unsere Tier- und Pflanzenwelt in dieser "weichgespülten Zeit" verloren - dies gilt leider insbesondere und oft für hauptberuflich beschäftigte BehördenvertreterInnen, wie ich immer wieder feststellen "durfte". Und - leider werden deren Ressourcen und Kapazitäten darüber hinaus mit anderen, "wichtigeren" Dingen verbraucht, zum Beispiel mit Planungen zu Bebauungen, neuen Wohn- und Gewerbegebieten, Verkehrswegen etc. Selbst wenn einige wollten, manchmal fehlt die Zeit und oft verhindert die Führungsspitze (wollen keine Probleme, und "Ruhe im Land") die notwendigen artenschutzrelevanten Umsetzungen. Dabei kann vieles miteinander verknüpft werden (Synergien) ... . Erfolgreicher Arten- und Kleingewässerschutz ist leider zumeist und unmittelbar mit dem Engagement einzelner Behördenmitarbeiter verknüpft. Doch diese sind selten.

Was möchte ich mit diesen Seiten und warum mache ich mir die Mühe? Ich möchte helfen, helfen zu verstehen. Und, ich möchte meinen (virtuellen) Beitrag, nicht nur der vergangenen Jahre, weiterhin zur Verfügung stellen, als mögliche Basis für praktische Umsetzungen.
Da dies meine persönliche Seite ist - das heißt, ich brauche mich nicht an parteipolitische Vorgaben oder Verbandsdirektiven zu halten - werde ich unter der Rubrik "Fallbeispiele" die eine oder andere Geschichte aus meinem reichhaltigen Erfahrungsschatz vorstellen. Möglicherweise werde ich dies in Form einfacher Rätsel "wahr / unwahr" umsetzen.

Einige meiner Fotos wurden für Titelseiten namhafter Fachzeitschriften genutzt.

Immer wieder werde ich nach Fotos gefragt. Vor allem Schüler, Studenten und Lehrkräfte nutzen viele der Fotos für Ihre Projekte. Hier helfe ich nach wie vor gerne. Bitte schaut Euch die Spielregeln dazu unter dem Link Fotoanfragen an.

In Skandinavien und im Internet dutzt man sich, ohne Rücksicht auf Stand oder Titel, dies werde ich auch auf diesen Seiten umsetzen. Seid willkommen, auf dass die Frösche und Co nicht nur virtuell am Leben bleiben!

Anmerkung: Ich habe aus presserechtlichen und Urheberrechtsgründen bei den meisten Beiträgen meinen Autorennamen gesetzt. Dies hat daher nichts mit einer "Lobhudelei" oder eitlen und selbstgefälligen Beweggründen zu tun.
Diese "Webpräsenz" ist ohne Skripte, Cookies etc. verfaßt, und garantiert daher Eure persönliche Privatsphäre, zumindest meinerseits. Ausnahmen bilden die Video-Sequenzen sowie die Seite "Mitmach-Pflege", hier habe ich ein wenig Javascript verwendet.